Mehr als die klassische Steuerberatung

22.01.2019

Schöne Bescherung – Weihnachten: Ein Traum? Ein Trauma!

Normalerweise blicke ich ungerne zurück. Ich bin ein Mann mit Drive. „Zukunft, zeig Dich!“, lautet mein Motto. Anschnallen, Gas durchtreten. Doch was sich an Heiligabend zwischen Vanillekipferl und Kerzenpyramide bei uns abspielte, ist zu „bemerkenswert“, um den Mantel des Schweigens über die erlittene Pein zu hüllen. Und irgendwie passt, was geschehen ist, dann doch zu meinem inneren Leitbild. Denn nie wünschte ich mir mehr, dass heute schon morgen ist; und dieses aberwitzige Szenario rasch aus meinem Kopf verschwindet. Gejagt durch einen mit fünf von fünf Sternen bewerteten Häcksler. Unwiederbringlich.

 

Meine Frau Angela und ich machen uns stets intensive Gedanken über das frohe Fest. Wer freut sich über was? Star-Wars-Baukasten oder Justin-Bieber-Bettwäsche? Wie wird die Grippe bestückt? Reicht ein verschämt dreinglotzender Esel, der seinen Körper zur Hälfte hinter einem Miniatur-Holzpfosten versteckt, oder schicke ich eine komplette Armada der genügsamen Fellträger auf das künstliche Moos? Wer besorgt die Zutaten für das Weihnachtsmahl? Eine anspruchsvolle Aufgabe: Im Korb landen etwa Thymianzweige, Staudensellerie, Wacholderbeeren oder Möhren – auf das Gramm abgewogen. Der Freund meiner Tochter Mia, David, im ersten Blogbeitrag lernten Sie ihn bereits kennen, macht sich dagegen gar nichts aus der Geburt Christi. Die Geschenke kauft er am Morgen des Vierundzwanzigsten, wenn „Jingle Bells“ im Radio läuft, zuckt sein Zeigefinger zum Umschaltknopf, ob eine Tanne oder Palme im Wohnzimmer steht, ist ihm genauso egal wie die Anzahl der Heiligen Könige, die zu Ehren des Erlösers quer über den Kontinent schlurften.

 

Datum: Heiligabend. Tatort: Küche. Mia streut Petersilie in die Brühe, David füllt die Gans mit Zwiebeln, meine Frau rührt den Quark cremig. „Ab in den Backofen mit dem Prachtexemplar“, jodelt David selbstbewusst in den Raum. Dreißig Minuten vergehen. Vierzig. Fünfzig. Meine Frau blickt erwartungstrunken hinter die Glasscheibe. Der Braten wird viel zu schnell braun, gleichzeitig kaum gar. Die Temperatur des Backofens? In Ordnung. Sie fängt an zu rätseln. Währenddessen nehme ich die Schüssel der Himbeerspeise in die Hand, um von ihr zu probieren. „Pfui Teufel“, schießt es aus mir heraus. „Die ist komplett versalzen.“ In dem Moment macht es bei David klick: „Dann ist die Gans gezuckert – ich habe die Behälter verwechselt.“ Das Abendessen beginnt mit einer Verzögerung von anderthalb Stunden.

 

Es sollte mir diesmal besonders schwer im Magen liegen. Die Serviette hat kaum meine Lippen verlassen, als Mia die Gunst der Stunde nutzt: „Ich habe etwas zu verkünden.“ Sie greift die raue Hand von David. Mir wird plötzlich ganz anders. Meine Augen verwandeln sich in nervös flackernde Warnblinklichter. Mein Herz rattert wie ein Vorschlaghammer. Sollten meine schlimmsten Befürchtungen Realität werden? „Wir haben uns verlobt“, lüftet sie den Vorhang ihrer Gedanken. David zückt einen goldenen Ring in Form eines Drachenkopfes. „Er war sehr teuer. Ich muss mich entschuldigen, Ihnen daher heute nichts schenken zu können“, erklärt er mir und meiner Frau mit dünner Stimme. Den späteren Christmette-Besuch nutze ich für gezielte Gebete.

 

Ein guter Draht nach oben kann besänftigend wirken, doch genauso wichtig ist ein kompetenter Ansprechpartner in Sachen Steuern. Noch im Dezember machte mich mein Steuerberater Wilm darauf aufmerksam, dass sich 2019 einiges ändert; der Mindestlohn steigt etwa von 8,84 Euro auf 9,19 Euro. Für David vielleicht ein Anreiz, sich endlich einen Broterwerb zu suchen. Ich sehe ihn schon in Lederkluft auf einem pechschwarzen E-Bike durch die Stadt düsen. Denn Elektro-Mobilität wird zukünftig stärker gefördert: Die Privatnutzung eines vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer zur Verfügung gestellten Elektro-Fahrrads ist nunmehr steuerfrei möglich. Im Januar ist Entspannung angesagt – erfahren Sie im nächsten Blogartikel, was ich und meine Frau bei einem Wellness-Wochenende, ein Geschenk unserer Kinder, erleben.

 

Ihnen einen guten Start ins neue Jahr!

 

Ihr Robert


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