Mehr als die klassische Steuerberatung

Gast-Blog

Hier erwartet Sie unser neuer Blog.

 

Unser Gast-Autor Dr. André Gärisch thematisiert in seinem Blog in regelmäßigen Abständen alles Wichtige und Unwichtige des ganz alltäglichen Wahnsinns aus Sicht von Familie Taxing – die Themenpalette ist breit gefächert und hat stets eines Gemeinsam: alles, außer Steuern.

 

Tauchen Sie ein in die Welt ohne Steuern!  

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03.06.2020

Croissant sei Dank – Wie eine Biene den Weltuntergang besiegelt

Ein simples Nougatcroissant. Mehr wollte ich nicht besorgen. Doch ich unterschätzte das Gemisch aus umtriebigen Menschenleibern auf dem unschuldigen Asphalt des Marktplatzes. Jetzt stehe ich hier. Gnadenlos eingepfercht. Irgendwo im Nirgendwo, zwischen glühenden Augenpaaren, Mündern, aus denen Speicheltropfen des Zorns schießen und Schildern, auf denen flache Erden prangen. Geistesgegenwärtig zupfe ich meine Gesichtsmaske aus der Hinterntasche meiner Jeans. Trotz Mundschutz fühle ich mich nackt, denn unter den aufgebrachten Marktplatz-Brüdern bin ich der einzige mit diesem Accessoire. Ich gönne mir eine Denkpause, in der mir eine günstige Route zum Bäcker einfallen soll. Auf mein samtiges Croissant will ich nicht verzichten. Mein täglicher Blätterteig-Schuss lässt mich leben.

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14.04.2020

Wildes Gezwitscher – Promis und ihre stumpfen Federn

Dass meine Zwangsheirat mit Eckbank und Ohrensessel derartige Blüten treiben würde, hätte ich noch im März nicht für möglich gehalten. Die Ödnis ist schuld. Mir sind schlicht die Ideen ausgegangen. Ich habe meine Finger beim Origami wundgefaltet, meinen Schwiegersohn durch gezielte Papierflieger-Abschüsse zum Weinen gebracht und die Antwort auf die Kreuzworträtsel-Klassikerfrage „Tanzfigur der Quadrille“ kenne ich mittlerweile auch: Ete. Und dann ist es passiert: Ich habe mich bei Twitter angemeldet. „Twittern“ heißt übersetzt „zwitschern“ – dementsprechend durfte ich erfahren, dass sich Prominente scheinbar einen zwitschern, bevor sie ihre Weisheiten zusammenbasteln.

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24.03.2020

Die Wahrheit in der Illusion – Über die Frage, wer man sein will

Corona, Corona, Corona. Seit sich dieser verdammte Virus ausgebreitet hat, ist alles anders. Mein Versicherungsbüro habe ich vergangenen Mittwoch das letzte Mal von innen gesehen. Ich weiß gar nicht mehr, ob dort ein Tierbaby-Kalender hängt oder Pirelli-Motive die Abreißblätter zieren. Vielleicht nutzen meine technischen Geräte die unbeobachtete Zeit, sich zu vermehren. Dann könnte ich die frischen Tablets, Scanner und Drucker gewinnbringend verkaufen – und so meine Verluste abfedern. Ich schaue doppelt so viel fern wie üblich. Der Wohnzimmersessel hat zwei ergonomische Sitzmulden herausgebildet, in die meine Pobacken nahtlos einrasten. So auch in diesem Moment. Zwei Bachelor-Kandidatinnen schildern gerade, warum es in ungewissen Zeiten noch wichtiger sei, an die wahre Liebe zu glauben, dabei stoßen sie in einem Jacuzzi mit einem Prosecco an. 

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20.02.2020

Amouröse Grüße aus Russland – sechzehn Liebesbriefe im Morgengrauen

Schlotternd wie ein koffeinkranker Stepptänzer warte ich vor der Ampel. Endlich grün. Bis auf das Köpfchen komplett eingepackt, husche ich auf die andere Straßenseite – und schließe das Büro auf. Das Surren des hochfahrenden Computers beruhigt mich. Um das Wohlbefinden weiter zu steigern, brühe ich mir einen Holundertee auf. Eigentlich könnte ich jetzt glücklich sein. Doch als ich mein E-Mail-Postfach öffne, kippt mir die Kinnlade herunter, ein wenig Tee tröpfelt aus meinem Mund, direkt auf die Virgin Islands auf meiner Weltkartenunterlage: zweiundvierzig neue E-Mails. Sind das Versicherungsschäden? Haben die örtlichen Frettchen in der Nacht ein Kabelsalatfest gefeiert? Die Antwort reicht ins ferne Russland. Dort ist man auf mich aufmerksam geworden. Folgende Nachricht erreichte mich unter dem Betreff „let´s be friends, dear“ gleich sechzehn Mal:

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27.01.2020

Tropenfieber im Januar – Auf der Jagd nach dem kulinarischen Schatz

Rechnung über Rechnung. Formular über Formular. „Diese Zettelwirtschaft treibt mich noch in den Wahnsinn“, schiebe ich bedient den letzten Ordner in den Schrank meines Dachbodenbüros. Zum Glück macht mein Steuerberater Roland Wilm den Rest; und zwar mit Leidenschaft. Bewundernswert. Mein Hirn fühlt sich an wie Mürbeteig; auch wenn sich aus ihm keine Sachertorte formen lässt. „Endlich kann ich Fußball schauen“, klettern meine Gedanken in die Feierabend-Hängematte. Der Körper möchte folgen; ich schleppe ihn über die Wendeltreppe. Doch auf halber Strecke weht mir eine sonderbare Klang-Ausdünstung entgegen: eine Mischung aus wirrem Gewusel und ohnmächtigem Japsen; Vorbotin eines Fernsehvergnügens, das mit meinem Wunschprogramm nichts zu tun hat – abgesehen vom animalischen Gesichtsausdruck mancher Torhüter.

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18.12.2019

Steter Tropfen höhlt den Esel – Weihnachten trifft Hollywood

Wieder siegte mein gutes Herz. Nachdem ich ihm im Sommer schon einmal ausgeholfen hatte, wollte ich meinen lieben Schwiegersohn auch diesmal nicht im Stich lassen. Damals schossen wir uns, verbunden durch spezielle Elektroden, bei einem Experiment an der Medizinischen Hochschule gegenseitig Gedanken ins Hirn. Was tatsächlich klappte. Doch eine meiner – zugegeben gehässigen – Botschaften blies ihn so kräftig um, dass er sie nicht mehr aussprechen wollte. Seit dem Vorfall überblättert er jedes Mal hektisch die „Proband-gesucht“-Rubrik in der Tageszeitung. Trotzdem erklärte ich mich bereit, in seiner notorisch unterbesetzten Laienspielgruppe auszuhelfen; und bei einer Weihnachtsaufführung in einer Seniorenresidenz einen der Heiligen Drei Könige zu mimen. Dafür gab es nämlich 150 Euro pro Kopf. Für David ein kleines Vermögen.

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11.11.2019

Bares für Bizarres – Mein Nachbar und sein seltsames Gespür für Kunst

„Potthässlich“, raune ich meiner Frau zu. Zwischen kreuz und quer austreibenden Rosenzweigen residieren zwei apricotfarbene Papageien; einer sitzt etwas weiter oben als der andere; sie kippen ihre Köpfchen zueinander, aus ihren winzigen Äuglein schimmert primitives Begehren. Ein pompös geschwungener Griff rundet das kitschige Gebaren ab. Meine Frau hatte am anderen Ende des Dachbodens Playboy-Hefte aus den 80ern sortiert; jetzt klebt auch ihr Blick an der Vase: „Die haben wir damals in Indien gekauft. Auf einem Basar in Kalkutta. Kannst du dich erinnern?“ Kann ich nicht. So oder so; Staub, Risse und balzendes Federvieh lassen mir keine Wahl: Der Augenaffront muss aus dem Haus verschwinden. Meine Frau teilt diese Meinung: „Die nehmen wir mit zum Flohmarkt.“

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28.10.2019

„Speedy on Fire" – Der warme Gruß des tanzenden Felles

Als Leiter einer kleinen Versicherungsagentur bin ich stets bemüht, Stimmung und Motivation meiner Mitarbeiter anzukurbeln; sie sind schließlich die Zahnräder meines Wohlstandes. Keineswegs genügt es, Glasschälchen mit verblassten Gummibärchen oder knautschigen Erdnussflips bereitzustellen oder zweimal im Jahr einen Firmenausflug in den – zugegeben sehr aufregenden – Freizeitpark Tripstrill zu machen. Die Kunst liegt darin, die Bedürfnisse der Besatzung messerscharf zu erfassen und ihr bei ausgezeichneten Leistungen eben jene Wünsche als Belohnung feierlich vor die Nase zu setzen.

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25.09.2019

Verfressene Leguane und betrunkene Sargtischler – „Helden“ einer Hochzeit

Als Teil der Hochzeitsgesellschaft sitze ich in einer schummrigen Grotte. Über einen kleinen Spalt fällt ein Hoffnungsstreifen Sonne ein. Geschmückt ist die abgeschiedene Stätte mit aufgeblähten Lampions und dicken Kerzen mit wulstiger Wachsschicht. Zwischen den Steinbänken betrauern Pfifferlinge mit gesenktem Kopf ihr Dahinsiechen. „So sieht also der siebte Himmel aus“, folgere ich. Der Priester nimmt lange Anlauf, philosophiert über Gott, die Welt und unvergängliche Liebe – ich verstehe nur die Hälfte, meine Augenlider erschlaffen. Doch als er die entscheidenden Worte einleitet, blitzt ein letzter Widerstandsreflex durch meinen Leib. Ich schrecke auf, sacke aber prompt wieder in mich zusammen, denn insgeheim weiß ich: Die Messe ist längst gelesen.

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26.08.2019

Der „schwarze Humor“ meiner Tochter zur Hochzeit

Die Schlinge an meinem Hals zieht sich langsam zu. In wenigen Tagen besiegelt sie in perfider Herrlichkeit meine Exekution. David, mein Schwiegersohn, hat sie geknüpft. Ende Dezember hatte er, kurz bevor er die Weihnachtsgans anbrennen ließ, meiner Tochter Mia einen Heiratsantrag gemacht. In den darauffolgenden Monaten lösten sich meine Hoffnungen, ich besitze telepathische Kräfte, die ich zu ihrem Wohle einsetzen könnte, in Torf, Myrrhe und Schweiß auf – den Ingredienzien seines Körpergeruchs. Eine Reise nach Paris, verbunden mit der Glorifizierung schmucker, klavierspielender Herren, erbrachte ebenfalls keine Umkehr ihrer wahnwitzigen Entscheidung, auf dem Mofa – Davids bevorzugtes Fortbewegungsmittel – blindlings in die Hölle zu knattern.

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Steuerkanzlei Wilm
Dipl.-Kfm. Roland Wilm
Steuerberater
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